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Die 8 Angaben, die ein Gebrauchtinserat verkaufen

Ein Inserat, das nicht weggeht, ist fast nie zu teuer. Ihm fehlt eine Angabe, die die Käuferin gesucht hat — und anderswo gefunden.

Ein Inserat steht drei Wochen online, niemand meldet sich, und der Reflex ist: Preis senken. In neun von zehn Fällen war es nicht der Preis.

Wer gebraucht kauft, stellt sich immer dieselben Fragen, in derselben Reihenfolge. Jede unbeantwortete Frage ist ein Grund, den Tab zu schliessen — weil nebenan ein anderes Inserat sie beantwortet.

Was gesucht wird, der Reihe nach

1. Die genaue Bezeichnung. Nicht «Rennvelo», sondern «Trek Madone SLR». Nicht «Bohrmaschine Bosch», sondern «Bosch GSB 18V-55». Leute suchen mit einem Modellnamen: ein Inserat ohne diesen Namen taucht in ihrer Suche gar nicht erst auf, egal zu welchem Preis.

2. Die Referenznummer, wenn es eine gibt. Die Nummer auf dem Etikett, dem Sockel, der Verpackung. Damit prüft die Käuferin die Kompatibilität in dreissig Sekunden, statt dich zu fragen — und eine gestellte Frage ist ein verschobener Verkauf.

3. Masse und Gewicht. Ein Möbelstück ohne Masse ist nicht kaufbar: niemand riskiert, dass es nicht durch die Tür passt. Zwei Zahlen lösen oft einen Gegenstand, der monatelang stand.

4. Das Alter oder das Kaufdatum. «2022 gekauft» sagt mehr als «wenig gebraucht». Der zweite Satz bedeutet nichts und steht in jedem Inserat.

5. Der Zustand, mit benannten Mängeln. Gegen die Intuition: zu schreiben, dass links ein zwei Zentimeter langer Kratzer ist, beruhigt. Ein Inserat ganz ohne genannte Mängel lässt vermuten, dass etwas verschwiegen wurde — oder dass niemand hingeschaut hat. Einen Mangel zu benennen beweist, dass du den Gegenstand geprüft hast.

6. Was dabei ist — und was nicht. Ladegerät, Verpackung, Anleitung, Kabel, zweiter Laufradsatz, Rechnung. Das Fehlende gehört genauso hin: «ohne Fernbedienung» spart eine Rückfrage und eine Enttäuschung.

7. Der Grund des Verkaufs. Eine Zeile. «Ich steige auf ein grösseres Modell um», «brauche ich seit dem Umzug nicht mehr». Klingt nach nichts, beantwortet aber die Frage, die sich alle stellen, ohne sie zu schreiben: warum trennt er sich davon?

8. Die Modalitäten. Abholung oder Versand, wo, und bis wann. Wer vierzig Kilometer entfernt wohnt, entscheidet an dieser Zeile — nicht am Preis.

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Fotos zählen so viel wie der Text

Drei Grundsätze, alle an deinem eigenen Inserat überprüfbar:

  • Tageslicht, neutraler Hintergrund. Kein Blitz, kein gemusterter Teppich. Der Gegenstand soll das Einzige sein, was man sieht.
  • Das erste Foto zeigt den ganzen Gegenstand, kein Detail. Es ist das Vorschaubild: es entscheidet über den Klick.
  • Fotografiere die Mängel. Ja, wirklich. Ein Foto des Kratzers sagt mehr als ein Satz, und es schützt dich bei einer Reklamation.

Dazu ein lesbares Foto des Typenschilds: dort stehen meistens das genaue Modell und die Referenz aus Punkt 1 und 2.

Der Fehler, der am teuersten ist

Das Inserat abends in drei Zeilen schreiben, mit dem Vorsatz, es später zu ergänzen. Man ergänzt es nie. Es lebt drei Wochen in diesem Zustand, sammelt zwei Aufrufe pro Tag, und endet mit einer Preissenkung von 30 %, die nicht nötig gewesen wäre.

Der echte Preis ist nicht die Schreibzeit: es ist die Differenz zwischen dem, was du bekommst, und dem, was du bekommen hättest.

Der Zehn-Sekunden-Test

Lies dein Inserat noch einmal und frag dich: könnte jemand Fremdes sich zum Kauf entscheiden, ohne mir eine einzige Frage zu stellen?

Wenn nein, ist die Frage, die er gestellt hätte, genau das, was fehlt.

Eine Anzeige zu schreiben dauert zwanzig Minuten. Oder ein Foto.

Listelo erkennt deinen Gegenstand, schätzt den Preis anhand echter Anzeigen und schreibt den Text in deiner Sprache. Du kopierst und fügst ein, wo du willst.

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