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Einen Verkaufsgegenstand mit dem Handy fotografieren

Sechs Handgriffe, die nichts kosten und den Preis verändern. Keine Ausrüstung, keine App — nur das, was Licht mit einem Gegenstand macht, bei dem man zögert.

Das Foto illustriert dein Inserat nicht: es verkauft es. Es ist das Einzige, was eine Käuferin sieht, bevor sie entscheidet, ob sie den Text überhaupt liest.

Sechs Handgriffe, keine Ausrüstung, und jeden kannst du an deinem eigenen Inserat überprüfen.

1. Tageslicht, nie den Blitz

Der Handyblitz plättet die Struktur, bleicht die Farben und setzt einen Reflex mitten auf den Gegenstand — genau dorthin, wo man hinschaut. Ein Fenster reicht. Stell den Gegenstand einen Meter davon entfernt auf, dich dazwischen, und dreh ihn, bis der Schatten nach hinten fällt.

Der beste Moment ist nicht praller Sonnenschein: bedeckter Himmel gibt ein weiches Licht, das keine Schatten aushöhlt.

Mach das Foto — den Rest schreibt Listelo. Listelo ausprobieren

2. Ein Hintergrund, der nichts erzählt

Ein einfarbiger Boden, eine weisse Wand, ein gespanntes Tuch. Kein gemusterter Teppich, kein Sofa, keine vollgestellte Küchenzeile. Jedes sichtbare Element rundherum ist eine Frage, die sich die Käuferin an deiner Stelle stellt.

Ein neutraler Hintergrund hat einen zweiten, mechanischeren Effekt: er hebt den Gegenstand in der Ergebnisliste hervor, wo dein Foto zwei Zentimeter hoch ist.

3. Das erste Foto zeigt den ganzen Gegenstand

Es ist das Vorschaubild. Es entscheidet über den Klick, und es entscheidet allein. Eine Detailaufnahme an erster Stelle zwingt zum Öffnen, um überhaupt zu verstehen, worum es geht — die meisten öffnen nicht.

Ganzer Gegenstand, weiter Ausschnitt, mittig, nichts abgeschnitten. Details kommen danach.

4. Fotografiere, was nicht stimmt

Gegen die Intuition, und der Handgriff, der am meisten bewirkt. Ein scharfes Foto des Kratzers, der abgestossenen Ecke, des Flecks tut drei Dinge gleichzeitig:

  • es beweist, dass du den Gegenstand angeschaut hast;
  • es erspart den Nachrichtenwechsel «ist er wirklich in gutem Zustand?»;
  • es schützt dich, wenn hinterher reklamiert wird.

Ein Inserat ganz ohne sichtbaren Mangel weckt Misstrauen, nicht Vertrauen.

5. Ein lesbares Foto des Typenschilds

Modellnummer, Typenschild, die eingravierte Referenz unter dem Sockel. Damit prüft jemand die Kompatibilität in dreissig Sekunden — und genau danach sucht er, wenn er diese Nummer eintippt.

Geh so nah heran, bis der Text scharf ist, auch wenn das Foto sonst nichts zeigt.

6. Halt das Handy ruhig

Beide Hände, Ellbogen am Körper, und auslösen beim Ausatmen. Ein leicht unscharfes Foto fällt auf deinem Bildschirm nicht auf und wird beim Vergrössern weich.

Und fotografiere auf Höhe des Gegenstands, nicht auf Höhe deiner Nase: eine Aufnahme von oben verzerrt die Proportionen und sieht nach «im Vorbeigehen gemacht» aus.

Wie viele Fotos?

Fünf bis acht reichen für die meisten Gegenstände: das Ganze, zwei Winkel, das Typenschild, die Mängel, und was dabei ist. Mehr verwässert.

Der Test

Schau dir deine Fotos auf einem fremden Bildschirm an, klein, in einer Rasteransicht. Wenn du deinen eigenen Gegenstand nicht in einer Sekunde erkennst, erkennt ihn die Käuferin auch nicht.

Eine Anzeige zu schreiben dauert zwanzig Minuten. Oder ein Foto.

Listelo erkennt deinen Gegenstand, schätzt den Preis anhand echter Anzeigen und schreibt den Text in deiner Sprache. Du kopierst und fügst ein, wo du willst.

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